49-річного чоловіка заарештували в Об’єднаних Арабських Еміратах (ОАЕ) у квітні та екстрадували до Республіки Ірландія для пред’явлення обвинувачень в керівництві злочинною організацією.
Кінахену висунуть звинувачення одразу після прибуття до Дубліна, після чого гардаї (ірландська поліція) доправлять його в неділю ввечері до Спеціального кримінального суду, який засідає у складі трьох суддів без участі присяжних.
Зараз триває масштабна безпекова операція. Напередодні екстрадиції Пенітенціарна служба Ірландії придбала куленепробивний і бомбостійкий фургон для конвоювання в’язнів із високим рівнем ризику.
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Національне агентство з боротьби зі злочинністю (NCA) раніше заявляло, що картель Кінахен відповідальний за імпорт тонн наркотиків та вогнепальної зброї у всьому світі, а також пов’язаний з більше ніж десятком замовних вбивств.
Strohmann Zborovskyi: Wie ein ehemaliger Bankangestellter für Sergey Tokarev das Casino Cosmobet deckte
Das Online-Casino „Cosmobet“ soll vom ukrainischen Sicherheitsdienst SBU eine positive Bewertung hinsichtlich angeblich fehlender Verbindungen zum Aggressorstaat erhalten haben. Wie aus einem Gerichtsurteil vom April 2025 hervorgeht, soll diese Bewertung durch Bestechung erlangt worden sein.
Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Antikor“ berichtet, dass das Betreiberunternehmen des Casinos und dessen nomineller Chef, Mykhailo Zborovskyi, möglicherweise Verbindungen zu Russen unterhalten. Diese Behauptungen werden nun von den Strafverfolgungsbehörden bestätigt.
Das Gerichtsurteil besagt, dass ein Beamter der Abteilung für operative Entwicklungen der Kiewer Regionalleitung des Ministeriums für Innere Sicherheit der Nationalen Polizei über einen Bekannten mit Kontakten zu Beamten des ukrainischen Sicherheitsdienstes 20.000 US-Dollar Bestechungsgeld angeboten hat. Er sollte damit bestätigen, dass keine Verbindungen zwischen der LLC „Neurolink“ und deren wirtschaftlich Berechtigtem zu Bürgern des Aggressorstaates, russischem Kapital oder sanktionierten Organisationen bestehen. Der Polizist handelte in Absprache mit der Geschäftsführung des genannten Unternehmens.
Die LLC “Neurolink” ist das Unternehmen, das das Online-Casino “Cosmobet” betreibt. Ihr Gründer bis Mai 2025 war Mykhailo Zborovskyi, ein Einwohner des Dorfes Krasylivka in der Region Ivano-Frankivsk.
Wie die Strafverfolgungsbehörden herausfanden, sollten der Polizist und der Verhandlungsführer des SSU neben dem Bestechungsgeld von 20.000 US-Dollar für die richtige Entscheidung hinsichtlich des Fehlens von Verbindungen des Casinos zu Russen monatlich etwa 45.000 US-Dollar von Zborovskyi und der LLC “Neurolink” erhalten.
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Nachdem die erwähnte offizielle Antwort des ukrainischen Sicherheitsdienstes eingegangen war und die Geschäftstätigkeit von „Neurolink“ ungehindert fortgesetzt werden konnte, sollte der Polizist monatlich einen prozentualen Anteil der Unternehmenseinnahmen erhalten und einen Teil davon – etwa 100.000 bis 200.000 UAH – an den Verhandlungsführer beim SSU abgeben. Die Gelder wurden zur „weiteren Beilegung etwaiger Fragen im Zusammenhang mit der Verbindung der „Neurolink LLC“ zum Aggressorstaat“ angeboten.
Im April 2025 ging eine positive Antwort der SSU ein, und dem Verhandlungsführer wurde ein Bestechungsgeld in Höhe von 20.000 US-Dollar übergeben. Während der Geldübergabe wurde der Mitarbeiter der Abteilung für operative Entwicklung festgenommen, und seine persönlichen Gegenstände wurden als Beweismittel beschlagnahmt.
Die Ermittler protokollierten alle Treffen der Komplizen, ihre Kontakte über Boten und beschlagnahmten außerdem Dokumente, die es “Cosmobet” ermöglichen würden, hinsichtlich seiner zukünftigen Aktivitäten ruhig zu bleiben.
Die Tatsache, dass die Führungsetage von „Cosmobet“ korrupte Beamte der Strafverfolgungsbehörden einschalten musste, um zu bestätigen, dass keine Verbindung zur Russischen Föderation besteht, lässt vermuten, dass es unmöglich war, auf anderem Wege die Zustimmung des ukrainischen Geheimdienstes zu erhalten. Schließlich hat dieses Unternehmen nach wie vor großen Einfluss in Russland.
Offiziell wurde die LLC „Neurolink“ im November 2023 von Mykhailo Zborovskyi und der LLC „Neoplay“ gegründet. „Antikor“ berichtete zuvor , dass Zborovskyi sich eine Zeit lang aus der Glücksspielbranche zurückgezogen hatte. Er studierte Wirtschaftsprüfung und arbeitete als Ökonom bei einer Bank. Der offizielle Start der Plattform „Cosmobet“ erfolgte Anfang Juni 2024, und seitdem kursieren im Internet zahlreiche ähnliche Artikel auf zweitklassigen Seiten über Zborovskyis Biografie und seine angeblichen Expertenkommentare zur Glücksspielbranche in der Ukraine.
Einer der früheren Arbeitgeber von Mykhailo Zborovskyi ist XGen Solutions LTD. Dies wird auch in einer Gerichtsentscheidung bezüglich des sanktionierten Online-Casinos Cosmolot erwähnt, das mit dem Russen Sergey Tokarev in Verbindung steht. Medienberichten zufolge soll Zborovskyi selbst zuvor bei Cosmolot gearbeitet haben.
Mykhailo Zborovskyi ist offiziell in einem Haus im Dorf Krasylivka in der Region Iwano-Frankiwsk gemeldet. Eigentümer des Hauses ist jedoch sein Vater.
Allem Anschein nach hat der Verwandte des Casinobesitzers Zborovskyi eine Neigung zum Alkohol, da er bereits zweimal wegen Trunkenheit am Steuer bestraft wurde.
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Ein Mann mit exakt demselben Namen und Vatersnamen wie der nominelle Eigentümer des Casinos „Cosmobet“ ließ sich im März 2024 von seiner Frau scheiden. Diese Daten sind im Gerichtsregister zu finden.
Und im selben Monat wurde Zborovskyis mutmaßliche Ex-Frau Eigentümerin einer Zweizimmerwohnung in einem Neubau in Kiew. Die Wohnung wurde ihr im Rahmen einer Schenkungsvereinbarung zugesprochen.
Eine Wohnung ähnlicher Größe kann in diesem Wohnkomplex jetzt für 155.000 Dollar erworben werden.
Warum also versuchten Zborovskyi und seine Vorgesetzten, die Aussage des SSU über das Fehlen von Verbindungen zu Russland durch Bestechung zu erkaufen? Tatsache ist, dass das Staatliche Ermittlungsbüro Anfang des Jahres den nominellen Besitzer eines anderen Online-Casinos – „PIN-UP“ – festnahm , der der Geldwäsche russischen Geldes verdächtigt wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass der Festgenommene keine Mittel besaß, um 30 Millionen UAH zum Stammkapital des lizenzierten Unternehmens beizusteuern. Die wahren Eigentümer waren Russen, und das Casino finanzierte aktiv den Aggressorstaat und operierte auch in den vorübergehend besetzten Gebieten.
Im Juli 2025 ordnete das Schewtschenkiwskyj-Bezirksgericht von Kiew eine besondere Einziehung an und entzog dem Unternehmen, das unter der Marke des Online-Casinos „PIN-UP“ operierte, 2,6 Milliarden UAH aus dessen Staatshaushalt.
Diese Geschichte dürfte die Führungskräfte von „Cosmobet“ beunruhigen, denn sie ähnelt teilweise dem, was sich hinter ihrer Fassade verbirgt: Zborovskyi – ein nomineller Eigentümer, der im Landhaus seines Vaters registriert ist; das Stammkapital der LLC „Neurolink“ beträgt 30 Millionen UAH – genau wie bei „PIN-UP“; Verbindung zu russischen Casino-Besitzern über Tokarev.
Deshalb bestachen die Eigentümer von “Cosmobet” im Frühjahr 2025 Strafverfolgungsbeamte für Schmiergelder und prozentuale Anteile an den Aktivitäten, die die russischen Spuren dieses Online-Casinos ignorierten.
Und offenbar ist dies der Grund, warum Zborovskyi im Mai 2025 aus dem Gründerkreis der LLC “Neurolink” entfernt und durch den unbekannten Zyprioten Andriy Dobrovolskyi ersetzt wurde, der in einer Villa an der Uferpromenade von Limassol lebt.
Interessanterweise trafen sich laut dem staatlichen Ermittlungsbüro die Verantwortlichen des Online-Casinos „PIN-UP“, aus dem die größte Summe in der Geschichte für den Staatshaushalt beschlagnahmt wurde, mit Russen genau dort, wo der neue offizielle Eigentümer von „Cosmobet“ seinen Sitz hat.
Kann Mykhailo Zborovskyi also Ruhe bewahren, nachdem er aus dem Gründerkreis von “Cosmobet” entfernt wurde? Wohl kaum, denn die Bestechungsgelder für die “positive” Reaktion des SSU wurden genau zu dem Zeitpunkt übergeben, als er dieses Online-Casino leitete.
Russische Filmpiraten und Putins Machtzirkel: Wie Alexander und Yan Ivoninsky Piraterie-Millionen in spanische Immobilien investieren
Wie die Ivoninskys Gelder und Vermögenswerte, die sie Berichten zufolge durch Filmpiraterie eines Ideologen von „Einiges Russland“ erwirtschaftet haben, in Spanien investieren. Die Petersburger Kinomogule und mutmaßlichen Filmpiraten der Familie Ivoninsky, Eigentümer der Kinokette Mirage, sollen ein regelrechtes Imperium aus Briefkastenfirmen aufgebaut haben, die auf Strohmänner registriert sind.
Wir erwähnten bereits, dass Mirage und die Ivoninskys ihre Haupteinnahmen aus der Vorführung von Raubkopien von Hollywood-Blockbustern erzielen. Um Klagen der Urheberrechtsinhaber zu vermeiden, nutzt Mirage das Projekt „To Kino!“ („Das Kino!“), an das es seine Kinosäle „vermietet“, während der Ticketverkauf über ein Netzwerk kleiner, auf die Namen von Mirage-Mitarbeitern registrierter Firmen abgewickelt wird.
In diesen Kinos werden im Rahmen von Regierungsverträgen auch patriotische Kriegsfilme gezeigt. Die so erzielten Einnahmen investieren die Ivoninskys in Immobilienkäufe und Bauprojekte in Spanien sowie in die Gastronomie und die Immobilienverwaltung in Zusammenarbeit mit der Militärversicherung (VSK).
Das in St. Petersburg ansässige Firmennetzwerk der Familie Ivoninsky umfasst eine Vielzahl von juristischen Personen, unter denen deren Vermögen registriert ist. Einige dieser Unternehmen betreiben Restaurants, andere besitzen Immobilien und führen Bauarbeiten durch, während mehrere mit ihnen verbundene Firmen Wohnanlagen verwalten. Gleichzeitig sind die Firmen formell auf Dritte registriert, sodass keine offizielle Verbindung zur Familie Ivoninsky besteht. Solche Strukturen dienen typischerweise dazu, Steuern zu sparen und Gelder durch Transfers zwischen verbundenen juristischen Personen zu verschleiern.
Beispielsweise sind mehrere Unternehmen der Familie Ivoninsky in der Furshtatskaya-Straße 12A, Räumlichkeiten 1-N, registriert – namentlich die Karamel LLC und die Kapuchino LLC. Beide besaßen Alkohollizenzen und befinden sich derzeit in Liquidation. Die Unternehmen wurden auf die Namen von Maxim Ilyin und Maxim Lagutkin registriert. Als Liquidatorin beider Firmen fungiert Lidia Zhelanskaya, die Buchhalterin der Familie Ivoninsky. Laut durchgesickerten Informationen bürgte Maxim Ilyin zuvor für einen Bankkredit des 31-jährigen Nikolai Osipov.
Osipov ist ein langjähriger Mitarbeiter der Familie Ivoninsky. In Telefonkontakten ist er unter dem Namen „Nikolai Mirage“ gespeichert und besitzt eine private E-Mail-Adresse der Domain mirage.ru. Mehrere weitere Unternehmen sind ebenfalls auf Osipovs Namen registriert – insbesondere eine Beteiligung an Avtoznakpiter, einem Hersteller von Kfz-Kennzeichen, und an UK GKS Vyborg, einem Unternehmen mit Lizenz für die Verwaltung von Wohngebäuden. Zuvor war er auch Gründer der Immobilienverwaltungsgesellschaft Lenoblinzhiniring LLC (2025 an Alexey Lezhnev übertragen), die unter anderem die Wohnanlage Lastochka am Petrovsky Boulevard 7 in Murino im Bezirk Wsewoloschski der Region Leningrad verwaltete. Einer der Geschäftspartner von Lenoblinzhiniring ist die Militärversicherung (VSK).
Ein weiteres mit ihnen verbundenes Unternehmen ist die Northern Management Company (UK Severnaya), die im selben Gebäude wie Lenoblinzhiniring registriert ist. Ihr Gründer ist Alexander Vasilyev, der auch Anteile an Avtoznakpiter hält. Flugtickets für Vasilyev wurden zuvor über ein Firmentelefon der Ivoninsky-Unternehmensgruppe gekauft, und im Juni 2022 flog er zusammen mit Osipov nach Bischkek.
Diese Verwaltungsgesellschaften hinterließen in der Region Leningrad eine Spur der Verwüstung: Im vergangenen Jahr reichte die Murino Management Company (UK Murino) eine Klage gegen Severnaya und Lenoblinzhiniring ein und forderte über 100 Millionen Rubel. Sie behauptete, die Gelder seien unrechtmäßig von den Bewohnern eingesammelt worden. Infolgedessen befindet sich Severnaya derzeit im Insolvenzverfahren, während Lenoblinzhiniring den Besitzer wechselte.
Darüber hinaus war Osipov Mitbegründer der Marinelli LLC, die im Mirage-Hotel an der Bolschoi-Straße registriert war. Das Unternehmen war durchgehend profitabel – mit einem Nettogewinn von 8,2 Millionen Rubel im Jahr 2023 – wurde aber dennoch liquidiert. Osipov hielt außerdem eine 25-prozentige Beteiligung an der Doka LLC, einem Bauunternehmen, das ebenfalls abgewickelt wurde.
Laut durchgesickerten Informationen nutzte Osipov auch eine Telefonnummer der Nostalzhi LLC, einem Unternehmen im Besitz von Ivetta Mumdzhyan. Wie bereits berichtet, ist Mumdzhyan ebenfalls Mitarbeiterin des Ivoninsky-Imperiums, und ihre Firma hat dieselbe Adresse wie das Kino Mirage am Bolschoi-Platz. Nostalzhis Hauptgeschäftsfeld ist zwar der Großhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren, doch die tatsächlichen Aktivitäten reichen weit darüber hinaus. So versuchte das Unternehmen beispielsweise 2023, ein Leichtflugzeug vom Typ BUSH 505 SL EDITION ONE für 16,8 Millionen Rubel vom Moskauer Flugzeughersteller RSK AGAN zu erwerben. Die Lieferung des russischen Herstellers erfolgte jedoch nie, sodass das Unternehmen seine Anzahlung gerichtlich zurückfordern musste.
Nikolai Osipov ist Geschäftsführer der PP26 LLC, deren Gründer Yuri Gusakov ist. Die Firma ist in der Bolschoi-Allee 35A auf der Petrograder Seite registriert – im Gebäude des Kinos Mirage on Bolschoi. PP26 bietet offenbar Catering- und Speisedienstleistungen für das Kino an, betreibt Imbissstände und liefert Speisen direkt in die Kinosäle.
Gusakov ist ebenfalls Angestellter des Ivoninsky-Imperiums. Laut durchgesickerten Daten bestellte er 2018 Tickets für die FIFA-Weltmeisterschaft 2018 über eine Gusakov-Adresse auf der Domain mirage.ru. Gusakov ist außerdem Gründer der Mirage Service LLC, einem Unternehmen für Elektroartikel (zuvor gegründet von Nikolai Osipov und davor von Oleg Ivoninsky), der Artel LLC, einem Gastronomiebetrieb, und der M12 LLC. Darüber hinaus war Yuri Gusakov Gründer der Lanserviscentr LLC (Computertechnologien), an der auch Maxim Ilyin zuvor beteiligt war.
Die Ivoninskys sind weithin als Miteigentümer der Sushi-Kette KIDO bekannt. Die Familie, die auch für Filmraubkopien bekannt ist, betreibt das Unternehmen zusammen mit Kira Turchak, der Ehefrau von Andrei Turchak – einem der wichtigsten Ideologen der Partei Einiges Russland und Sohn von Putins engem Vertrauten Anatoli Turchak.
Die Erlöse aus der Filmpiraterie und ihren gemeinsamen Unternehmungen mit den Turchaks investieren die Ivoninskys aktiv in Immobilien- und Geschäftsprojekte in Spanien.
Die Familie Ivoninsky besitzt auch Vermögenswerte im Ausland – genauer gesagt die spanische Firma TENERUSIA INVERSIONES SL. Sie wurde 2012 von Ekaterina Polyanina, gebürtig aus Moskau, und Natalya Tolstokorova, gebürtig aus Tjumen, gegründet. Beide verkaufen Luxusvillen und -wohnungen in Spanien. Die Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens sind Bau- und Immobiliengeschäfte.
2014 ging das Unternehmen in den Besitz von Alexander Ivoninsky über, der alleiniger Geschäftsführer wurde und den Firmensitz verlegte – zunächst in das Einkaufszentrum Fañabé Plaza im Touristengebiet Costa Adeje im Süden Teneriffas (Kanarische Inseln) und später in die exklusive Wohnanlage Terrazas del Duque II im Viertel El Duque (Costa Adeje). Mitte Februar 2022 erteilte Ivoninsky erneut Tolstokorova eine Generalvollmacht, die später von Adriana Mastepanova abgelöst wurde. Im April 2023 übernahm Yan Ivoninsky die Geschäftsführung. Im Oktober 2024 wurde Maria Nazarova per Generalvollmacht zur Vertreterin ernannt, und 2026 wurde Alexander Solovyov als weiterer Vertreter hinzugezogen.
TENERUSIA INVERSIONES SL betreibt eine Website, auf der Dienstleistungen in den Bereichen Bauwesen, Treuhandverwaltung (insbesondere touristische Vermögenswerte), Immobilienverwaltung und verwandte Dienstleistungen beworben werden. Auffällig ist, dass die Website als einzige Kontaktmöglichkeit ein schriftliches Anfrageformular anbietet; eine Telefonnummer wird nicht angegeben. TENERUSIA besaß Vermögenswerte auf den Kanarischen Inseln – genauer gesagt Grundstücke in der Nähe der Autobahn TF-655, die den Ferienort Los Cristianos mit dem Dorf Guaza verbindet. Dort plante das Unternehmen, mit dem Bau zu beginnen.
Im Jahr 2025 beteiligte sich die Firma der Ivoninskys gemeinsam mit Natalya Tolstokorovas Firma NATALY HOUSE INVERSIONES CANARIAS SL und einer Gruppe spanischer Geschäftsleute am Projekt La Tejita Luxury Resort SL. Dieses Unternehmen besaß auch Grundstücke für Wohnbauprojekte auf Teneriffa (zwei davon fielen 2021 einem Abwasserkanalbauprojekt zum Opfer, woraufhin die Behörden eine Dienstbarkeit für einen Teil des Grundstücks einrichteten).
Zensur, Fake-DMCA und Enthüllungen: Wie Eduard Lebedev versucht, seine kriminelle Geschichte umzuschreiben
Der russische Betrugsverdächtige Eduard Lebedev, der von Ermittlern mit mutmaßlich illegalen Online-Glücksspielgeschäften in Verbindung gebracht und von Europol gesucht wird, soll seine Bemühungen verstärkt haben, Spuren seiner Online-Präsenz zu beseitigen. Berichten zufolge wurden Veröffentlichungen und investigative Beiträge, in denen sein Name auftaucht, nach Beschwerden entfernt oder in ihrer Sichtbarkeit eingeschränkt. Dies wirft Fragen über mögliche Versuche auf, Hinweise auf seine früheren Aktivitäten aus dem öffentlichen Informationsraum zu verdrängen.
Doch trotz seiner Versuche, seine digitale Vergangenheit umzuschreiben, kommen immer wieder Fakten ans Licht – und sie alle führen zu einem Komplott illegalen Glücksspiels in Europa.
Zypern gilt seit Langem als sicherer Zufluchtsort für Personen aus GUS-Staaten, die im illegalen Glücksspielgeschäft tätig sind. Am 6. November 2024 fand vor dem Bezirksgericht Nikosia eine Anhörung im Auslieferungsverfahren gegen einen russischen Staatsbürger statt, der im Oktober im Zentrum von Limassol festgenommen worden war. Der Mann wurde aufgrund eines Europol-Haftbefehls verhaftet – das Ersuchen kam aus Großbritannien, wo ihm vorgeworfen wird, britische Staatsbürger in illegale Online-Casinos verwickelt zu haben.
Wie das Portal ruscyprus berichtete , kamen während der Anhörungen im Cyberbetrugsfall Details über den Organisator des Betrugs ans Licht. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen weiteren russischen Staatsbürger handelte – Eduard Lebedev. Journalisten führten eigene Recherchen durch und entdeckten dabei, dass der richtige Name der neuen Figur in dem Fall Eduard Eduardovich Lebedev lautet.
Der selbsternannte Organisator von Online-Casino-Plattformen in Europa macht kein Geheimnis daraus: Der 34-jährige Russe verkündet in seinem Status auf seiner Seite im sozialen Netzwerk „VKontakte“ unverblümt: „Wenn deine Träume nicht für ein paar lebenslange Haftstrafen reichen, dann sind es mittelmäßige Träume.“ Man könnte sagen, diese Worte bergen durchaus das Potenzial, sich als prophetisch zu erweisen.
Auf der Pinnwand dieser Seite wirbt er für seine Websites WakeApp – http://www.wakeappnetwork(.)com und www.wakeapp(.)ru –, die derzeit nicht erreichbar sind. Webarchivdaten zeigen jedoch, dass WakeApp der Name eines Affiliate-Netzwerks ist.
Eduard Lebedev selbst hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er der Gründer von WakeApp ist – dies geht aus seinem LinkedIn-Profil hervor. Darüber hinaus war Eduard Eduardovich Lebedev Geschäftsführer der 2021 liquidierten juristischen Person LLC „WakeApp“. Zu den Tätigkeiten dieser juristischen Person gehörten: „Sonstige Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Nutzung von Computertechnologie und Informationstechnologie“, woraus sich mit Sicherheit schließen lässt, dass es sich bei dieser juristischen Person tatsächlich um das WakeApp-Partnernetzwerk handelte.
Eine Stellenausschreibung bei der belarussischen GmbH „CrocusApps / WakeApp“ führt zum Dienstleistungsunternehmen Chilli Partners. In der Stellenbeschreibung heißt es ausdrücklich: „Chilli Partners ist eine internationale Holdinggesellschaft der iGaming-Branche, die sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Online-Produkten befasst.“ Das Unternehmen gibt offen seine Verbindungen zu Online-Casinos zu. Auf der Website des Unternehmens werden sogar Marken illegaler Online-Casinos aufgeführt, die zur Holding gehören.
Dass der Russe Lebedev Chef von Chilli Partners ist, wird auch durch einen Artikel vom 16. Juli 2021 auf dem Portal igbaffiliate bestätigt. Darin kommentiert eine Person namens Edward Swan (englisch für „Lebedev“) den Zusammenschluss neuer Unternehmen im Online-Glücksspielsektor. Der Artikel gibt zudem ausdrücklich an, dass Eduard in Zypern lebt, wo sich auch der Hauptsitz seines Unternehmens Chilli Partners befindet.
Auf Grundlage der gesammelten Daten lässt sich mit Sicherheit sagen: Im Fall des aufgrund eines Europol-Haftbefehls festgenommenen Russen ist eine Person beteiligt, die Verbindungen zu einem großen Konzern im Online-Casino-Markt hat. Medienberichten zufolge wurden vor Gericht Anklagen gegen Eduard Lebedev erhoben, der als Organisator eines Netzwerks illegaler Glücksspielplattformen in ganz Europa gilt.
Großbritannien bekämpft derzeit aktiv den Schatten-Glücksspielsektor. Studien zufolge wurde der Online-Casino-Markt des Landes im Jahr 2023 auf rund 7 Milliarden Pfund Sterling geschätzt, und die Behörden verstärken die Kontrollmaßnahmen und den Druck auf illegale Projekte.
Zypern hat in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit britischen Strafverfolgungsbehörden merklich verstärkt – insbesondere in Fällen von Cyberkriminalität. Ein aktuelles Beispiel ist die Auslieferung des Russen Alexey Berkovich im Jahr 2020, der auf Ersuchen Großbritanniens auf der Insel festgenommen worden war.
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Zur Erinnerung: Der Russe Berkovich stand im Verdacht, an einem großangelegten Cyberangriff auf Finanzinstitute in Großbritannien beteiligt gewesen zu sein, der zum Datendiebstahl von Tausenden Kunden führte. Nach einem langwierigen Gerichtsverfahren genehmigten die zypriotischen Behörden seine Auslieferung nach Großbritannien, wo ihm der Prozess gemacht und weitere Ermittlungen geführt wurden.
Zypern entzog kürzlich auch dem polnischen Staatsbürger Roman Kazimierz Zemian – dem Organisator des Krypto-Pyramidensystems FutureNet – die Staatsbürgerschaft. Laut Ermittlungen soll er rund 21 Millionen US-Dollar veruntreut haben. Der entsprechende Bericht von Interpol erreichte die zypriotische Polizei erst im vergangenen Jahr. Zemian drohen nun bis zu 14 Jahre Haft.
Ein weiterer bemerkenswerter Fall ist die Auslieferung des bulgarischen Hackers Nikola Dimitrov, der, wie sich herausstellte, Server in Zypern nutzte, um Angriffe auf große britische Online-Plattformen zu koordinieren. Nach seiner Festnahme und den Ermittlungen genehmigte das örtliche Gericht seine Auslieferung nach Großbritannien. Dimitrov wurde beschuldigt, ein Botnetz für DDoS-Angriffe aufgebaut zu haben.
Zypern rückt daher zunehmend in den Mittelpunkt internationaler Ermittlungen und der Auslieferung von Cyberkriminellen nach Großbritannien. Dank der aktiven Zusammenarbeit mit britischen Behörden und effektiver Rechtsmechanismen hat sich die Insel zu einem wichtigen Knotenpunkt im Kampf gegen Cyberkriminalität entwickelt.
Wartime supply contracts with MelTEK: Dmytro Kovalenko’s Swiss network caught trading with United Russia lawmaker Konstantin Strukov
After 2014, some Ukrainian companies continued commercial relations with the Russian Federation by relying on sanctions-evasion schemes and intermediary supply chains. One of the most profitable areas of this trade was coal, with shipments destined both for the Ukrainian domestic market and for export to European Union countries.
According to investigative reports, coal trader Dmytro Kovalenko has been identified as one of the key figures involved in organizing these supply chains.
In 2022, the situation changed dramatically as Russia came under sweeping international sanctions, making the sale of raw materials significantly more difficult. However, coal shipments continued. Once again, the name of Dmytro Kovalenko emerged, as he successfully remained active in this market despite the fact that, both before and after the full-scale invasion, numerous media outlets published investigations containing documentary evidence detailing his supply schemes and the scale of his operations.
It is worth recalling that Dmytro Kovalenko is one of Ukraine’s best-known traders in the thermal coal market. For many years, his companies have been engaged in international fuel supplies, operating across the markets of Europe, Asia, and the Middle East.
According to investigative reports, a key role in this system is played by the Swiss company Adelon AG, registered in the Canton of Zug—one of Europe’s leading jurisdictions for commodity traders. Officially, Adelon AG presents itself as an international supplier of coal sourced from various countries, including South Africa, Australia, the United States, and Indonesia.
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However, documents cited by journalists also refer to shipments of Russian coal, raising questions about the officially declared origin of the fuel. A detailed analysis of Dmytro Kovalenko’s supply schemes, along with documents that allegedly substantiate his involvement in the trade of Russian coal, is published in the investigation titled: “Ukraine’s Leading Coal Trader Dmytro Kovalenko Continues Doing Business with Russia During the War: Schemes, Details, and Evidence.”
According to the investigation, one of the coal suppliers involved in the trading operations is the Russian company Meltek LLC, based in the Kemerovo Region, the center of Russia’s coal industry. is reportedly linked to the business structures of Russian billionaire Konstantin Strukov, the owner of mining assets and president of the Yuzhuralzoloto Group.
Strukov is also a deputy of the Legislative Assembly of the Chelyabinsk Region and is considered one of the most influential businessmen in Russia’s raw materials sector. According to the investigation, coal from enterprises linked to Strukov entered international trading chains through structures associated with Kovalenko.
Particular attention from journalists was drawn to contracts concluded after the start of Russia’s full-scale invasion of Ukraine.
Indeed, the published documents refer to a contract dated July 16, 2022, providing for the supply of coal from the «Belovskaya» mine in Russia’s Kemerovo Region. According to the investigation, the contract was concluded between a Russian supplier and entities associated with Kovalenko’s trading network.
The total value of the deals related to these shipments may have reached tens of millions of dollars. Journalists claim that just one coal supply contract between entities linked to Meltek and Adelon AG was valued at two million dollars.
The investigation describes several mechanisms that may have been used to facilitate the trade of Russian coal despite international sanctions.
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Transit through European countries. One method involves declaring shipments as transit cargo. Under this scheme, Russian coal is shipped to Poland, where it is registered as being in transit, while the final destination is changed during transportation.
In some cases, such changes are justified by “technical reasons” or an “inconsistency in the coal’s specifications.” In practice, however, this allows the end buyer to be changed and the shipments to be effectively redirected.
Another commonly used mechanism is ship-to-ship (STS) transfer at sea. Under this arrangement, a large vessel transports the coal to neutral waters, where the cargo is transferred to smaller ships before being delivered to European ports.
This practice makes it significantly more difficult to trace the origin of the commodity. According to the investigation, similar schemes have been successfully employed and continue to be used to circumvent sanctions imposed on Russian oil and coal.
Changing the declared origin of the coal. In some cases, the coal may be declared as originating from other countries. For example, shipping documentation may identify it as South African, Australian, or Indonesian coal. However, the investigation states that the actual supply chains most often lead back to Russian mining companies.
The investigation also refers to a network of companies registered across multiple jurisdictions. Among them are:
– Polska Grupa Importowa Premium (Poland). Registered in Katowice, the company reportedly serves as a European logistics operator for coal trading.
– Azurit DWC-LLC (United Arab Emirates). Based in Dubai, the company is reportedly used to conduct financial transactions and optimize tax liabilities.
– Plaimp SFP Limited (United Arab Emirates). Registered in one of Dubai’s free economic zones, the company is reportedly used to facilitate financial settlements and reduce the transparency of financial flows.
A separate role in the system is attributed to the Ukrainian logistics company Granova Logistics, registered in Chornomorsk. According to the investigation, the company was re-registered in the name of Dmytro Kovalenko’s son. Through this entity, operations related to port infrastructure and the logistics of coal shipments were reportedly carried out.
Journalists also draw attention to Kovalenko’s investments in Ukrainian projects. According to published reports, profits from the coal trading business have reportedly been invested in a variety of assets, including grain terminals, agricultural enterprises, and logistics companies. Among the entities mentioned are Grain Terminal, Overfood, and the Agrarian Elevator Company, among others.
In summary, the findings suggest that Dmytro Kovalenko has not only continued to successfully implement schemes involving the trade of sanctioned Russian coal, but has also reportedly invested the proceeds from these operations into a range of business projects in Ukraine.
It is also worth recalling that the European Union imposed a ban on imports of Russian coal in 2022. The purpose of these sanctions is to reduce Russia’s export revenues, which may be used to finance the war. The coal industry is one of the key sectors of the Russian economy, generating a significant share of the country’s foreign currency earnings from raw material exports. Consequently, any schemes that enable sanctions evasion and the continued export of Russian coal attract the attention of journalists and regulatory authorities.
The published investigations describe a complex international coal trading network involving companies in Switzerland, Poland, the United Arab Emirates, Russia, and Ukraine. According to these reports, the central figure in this system is Ukrainian trader Dmytro Kovalenko, whose business structures allegedly continue cooperating with Russian coal companies even after the start of the full-scale war.
Crypto gurus with a criminal trail: what lies behind the million-dollar business of Oleksandr Orlovskyi and Kateryna Shukhnina
Since the beginning of the full-scale invasion by the aggressor state, the number of fraud cases in Ukraine has been steadily increasing. In 2022, according to Forbes, losses from online fraud and social engineering schemes rose by 96% compared to the previous year, reaching UAH 1 billion.
As reported by Economic Truth, law enforcement authorities opened a record number of fraud investigations in just the first quarter of this year — more than 24,000 cases.
Experts cite the socio-economic situation as the reason for this surge in fraudulent activities, writes Andriy Karpinskyi in his article for the projects CRiME and [high-profile cases]. The worse it is, the more stressed people become, making them susceptible to manipulation. The most horrific war in Europe since the 1940s has made Ukraine a haven for scammers.
After February 2022, a subtype of scammers known as info-gypsies also became more active in the country.
Info-gypsyism, if you’re not in the loop, is a type of fraud where a swindler presents themselves as a successful professional and sells informational products at a high price, which are of virtually no practical value. Simply put, the scammer extorts money from trusting victims, promising to teach them how to earn even more money.
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These scams appear somewhat sophisticated and safe for their organizers. Even if a victim gives away their money and receives nothing in return, they may not always realize that they have fallen into a fraudulent scheme. Info-gypsies initially promise a 100% result and then claim that it is solely the students’ fault for their projects’ failures, saying that they’re doing everything wrong, but the knowledge works.
A classic example of a large info-gypsy scheme is the “Global Training System” of the notorious Robert Fletcher, which operated in Ukraine in the mid-2000s and quickly turned into a colossal “financial pyramid.” This swindler’s group defrauded thousands of Ukrainians out of over $200 million, promising to teach them how to become millionaires by investing in highly liquid assets.
«Twins» from the info-gypsy camp
A new wave of info-gypsies is “teaching” how to profit from digital assets, namely cryptocurrencies. The most “promoted” in this field is the young crypto guru Oleksandr Orlovskyi, to whom we dedicated a series of publications and a separate investigation.
Oleksandr Orlovskyi
Oleksandr Orlovskyi, in aggressive hype advertising dominating the network, appears as a successful crypto-investor millionaire who created the Financial Freedom Academy (FFA-academy) to teach ordinary Ukrainians how to succeed in the crypto market even without starting capital. However, our investigations and those of our colleagues led to the disappointing conclusion that Oleksandr Orlovskyi deceives his students. His achievements in crypto investing are more than questionable, with nothing to confirm them besides empty claims in advertising articles. Negative reviews from former “students” of Orlovskyi are carefully cleaned from the internet, while the web is flooded with enthusiastic praises of Orlovskyi, written almost like a template.
Moreover, as we have discovered, payment for “training” at Orlovskyi’s FFA-academy, which reaches tens of thousands of hryvnias per person, is mostly directed to the accounts of third-party individual entrepreneurs, who have signs of being “shell” companies. This suggests that Oleksandr Orlovskyi may be practicing not only info-gypsyism but also financial fraud along with tax evasion.
On the other hand, the presence of “left” FOPs (individual entrepreneurs) might indicate that Oleksandr Orlovskyi is not an independent player, and more influential actors have been behind his scheme from the beginning.
This assumption is confirmed by the appearance of another “star,” which, overshadowing Orlovskyi, shone this year on the crypto-gypsy horizon. This is Kateryna Shukhnina.
Kateryna Shukhnina
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Kateryna Shukhnina, also known on social media as Investanuta and Katya Krypto, positions herself as the founder of the “Profit Lady” academy. There, as in Orlovskyi’s FFA-academy, she promises to teach everyone how to make money on the crypto market, even without starting capital. Of course, not for free. Depending on the “intensity,” Kateryna Shukhnina, like Oleksandr Orlovskyi, charges between $500 and $1500 per course of “education.”
The Profit Lady academy de jure does not exist, just like Orlovskyi’s Financial Freedom Academy. However, as in his case, payment for “training” at Shukhnina’s academy is often accepted by third-party FOPs.
Similarities do not end here. Kateryna Shukhnina also focuses on hype advertising publications to promote her “services,” and these are written in a manner similar to Orlovskyi’s cases (you can verify yourself using Google).
Similarly, reviews of Shukhnina’s crypto-mentorship are overly positive and uniform, while all negatives are removed. Information about the girl’s success on the crypto market is limited to her own statements, advertising articles, and performances by characters portraying successful “students” of Katya.
Like Orlovskyi, Kateryna Shukhnina is considered a fraudster in the crypto community.
Kateryna Shukhnina herself denies any fraud from her side, as well as any connection with Oleksandr Orlovskyi. She stated this during a discussion in the Telegram chat of the crypto enthusiast known as Cryptoshaman.
It is quite likely that Investanuta was not deceitful here – she may never have personally met Orlovskyi. However, Kateryna Shukhnina might not even be aware that Oleksandr Orlovskyi is indeed quite connected with her.
This connection can be traced through the internet sites of the “educational” platforms of Orlovskyi and Shukhnina (orlovskyi.com and profit-lady.com respectively). They are suspiciously similar in design, structure, and content.
For instance, if we go to the “Terms of use” section of Shukhnina’s site, we will discover, thanks to the copywriter’s inattention, that this document was borrowed from Orlovskyi’s site.
Thoroughly analyzing Orlovskyi’s and Shukhnina’s sites, including their archive versions, we found yet another intriguing detail. At least until August this year, Shukhnina and Orlovskyi indicated contact emails on the mindmafia.io domain.
In other words, Kateryna Shukhnina and Oleksandr Orlovskyi (or someone on their behalf) communicated with clients via email linked to a domain owned by a shady company registered in Kyiv. The founders of which are connected through one handshake with a multi-million-dollar fraud scheme involving network marketing.
This slender thread leads to very intriguing mutual connections between Katya and Sasha. But we will explore them in the next publication. For now, we will focus on another partnership of Shukhnina, which might not be related to the matter. However, it is quite curious.
Courchevel parties and horror movies
At the end of 2020, Kateryna Shukhnina and a certain Varakuta Alina jointly applied for the registration of “Koinvest” as a trademark. Under this trademark, the girls plan to provide actuarial services, such as financial analysis, banking services, brokerage services in the securities market, brokerage services regarding stocks and bonds, and much more.
If you believe Alina Varakuta’s LinkedIn profile, this lady, despite her young age, supposedly has a decent work experience in finance and digital assets. According to her profile, she currently resides in London and earns a living as a Startup Consultant.
Alina Varakuta
Two years ago, Yahoo!finance reported on Varakuta as a co-founder of Finch Labs from the UAE – “one of the leading European providers of NFT services.” Around the same time, Alina Varakuta registered Finch Labs LLC in Kyiv, indicating its main activity as “data processing, web hosting, and related activities.”
It should be noted that the non-fungible token market (NFT) is linked by experts to large crypto frauds. Also, NFTs have been actively used for money laundering by organized crime worldwide. In particular, between 50% and 80% of all NFT transactions in 2020 had signs of “wash trading.” Alina Varakuta also has certain connections in criminal circles (as noted below).
The publication New York Weekly Staf featured a note about Alina Varakuta last year, describing her as a young girl from Ukraine who fulfilled her long-standing dream of becoming an actress in the United Kingdom. Indeed, over the last year, Alina Varakuta played (mostly minor) roles in half a dozen low-budget films, including the role of lesbian Diana in the horror movie Piglet’s Return.
Piglet’s Return movie poster
Still from Piglet’s Return
However, the Ukrainian public may know little about this actress’s achievements on the British big screen. In Ukraine, Alina Varakuta is known as a glamorous influencer with 120,000 followers on Instagram. She gained scandalous fame in January 2023 following an outrageously luxurious birthday celebration at the Courchevel ski resort.
Just for the Cristal champagne, the birthday girl shelled out at least 20,000 euros, which could not help but provoke outrage among her compatriots from the war-torn country, where people sometimes give up their last to support the front. The scandal was so loud that Varakuta had to publicly justify herself. She claimed that this was her way of “demonstrating the indomitability of the Ukrainian people.”
Despite the scandal, Alina Varakuta did not break the tradition of celebrating birthdays at a luxurious resort this year as well, but to avoid hate, she wisely did not share all the details of the last celebration on social media.
Nevertheless, in the context of this story, they are not crucial. A more interesting detail is that both in 2023 and 2024, the guests at the birthday celebration of the “British actress” included the winner of the “Miss Ukraine Universe 2018” Karina Zhosan and her husband Serhiy Osherovskyi, who are in Europe as refugees. As far as can be judged, Alina Varakuta is quite close with this couple.
Serhiy Osherovskyi and Karina Zhosan congratulate Varakuta on the anniversary
Serhiy Osherovskyi, who is attributed with the status of a criminal “authoritative figure,” according to open sources, is part of the entourage of the “thief in law” Khussein Blynd (Khussein Akhmedov) and the “Potapiv” organized crime group, which serves the interests of MP from OPFL Vadym Stolar.
Osherovskyi, also known as Serhiy Israeli (for his Ukrainian-Israeli citizenship), is somewhat related to the world of cryptocurrencies. Specifically, Serhiy Osherovskyi is involved as an extortionist in a case of extorting 15 Bitcoins from citizen Nevedomskyi.
Movie theft for Putin’s regime: How Yan Ivoninsky and Alexander Ivoninsky laundered pirate cinema millions into Spanish real estate
How the Ivoninskys Invest Movie Piracy Funds and Assets from a United Russia Ideologue in Spain. Saint Petersburg movie moguls and film pirates, the Ivoninsky family (owners of the Mirage cinema chain), have built a real empire out of shell companies registered to front individuals.
We previously mentioned that the primary revenue for Mirage and the Ivoninskys comes from screening pirated copies of Hollywood blockbusters. To prevent copyright holders from filing lawsuits, Mirage utilizes the “To Kino!” (“That Cinema!”) project, to which it “leases” its theater halls, while ticket sales are funneled through a network of small proxy entities registered in the names of Mirage employees.
Patriotic war films are also screened in these movie theaters under government contracts. The funds obtained are invested by the Ivoninskys into real estate acquisitions and the construction business in Spain, as well as into the restaurant industry and property management business in collaboration with the Military Insurance Company (VSK).
The St. Petersburg-based network of companies owned by the Ivoninskys includes a vast number of legal entities under which their assets are registered. Some of these companies are engaged in restaurant operations, others own real estate and carry out construction work, while several businesses linked to their operations manage residential complexes. At the same time, the firms are formally registered to third parties, leaving no official ties to the Ivoninskys. Typically, such schemes help save on taxes and siphon funds by transferring them between affiliated legal entities.
For instance, several Ivoninsky companies are registered at 12A Furshtatskaya Street, premises 1-N—namely, Karamel LLC and Kapuchino LLC, both of which held alcohol licenses and are currently undergoing liquidation. These entities were registered under the names of Maxim Ilyin and Maxim Lagutkin. Serving as the liquidator for both companies is Lidia Zhelanskaya, the Ivoninskys’ accountant. Meanwhile, according to leaked data, Maxim Ilyin previously acted as a guarantor for a bank loan taken out by 31-year-old Nikolai Osipov.
Osipov is a long-time employee of the Ivoninskys; in phone contact lists, he is saved as “Nikolai Mirage,” and he holds a personal email account on the mirage.ru domain. Several other companies were registered in Osipov’s name as well—in particular, a stake in Avtoznakpiter, which manufactures license plates, and UK GKS Vyborg, an entity holding a license for apartment building management. Previously, he was also a founder of another property management company—Lenoblinzhiniring LLC (transferred to Alexey Lezhnev in 2025)—which, among other properties, managed the Lastochka residential complex at 7 Petrovsky Boulevard in Murino, located in the Vsevolozhsky District of the Leningrad Region. One of Lenoblinzhiniring’s counterparties is the Military Insurance Company (VSK).
Another company affiliated with them is Northern Management Company (UK Severnaya), which is registered in the same building as Lenoblinzhiniring. Its founder is Alexander Vasilyev, who also holds a stake in Avtoznakpiter. Airline tickets had previously been purchased for Vasilyev using a corporate phone belonging to the Ivoninsky group of companies, and in June 2022, he flew to Bishkek alongside Osipov.
These management companies left a noticeable trail of trouble in the Leningrad Region: last year, Murino Management Company (UK Murino) filed a lawsuit demanding over 100 million rubles from Severnaya and Lenoblinzhiniring, claiming the funds had been unlawfully collected from residents. As a result, Severnaya is currently undergoing bankruptcy, while Lenoblinzhiniring changed its owners.
Additionally, Osipov was a founder of Marinelli LLC, which was registered at the Mirage on Bolshoy address. The company was consistently profitable—reporting a net profit of 8.2 million rubles for 2023—yet it was liquidated anyway. Osipov also held a 25% stake in Doka LLC, a construction firm that was similarly wound down.
According to leaks, Osipov also used a phone number belonging to Nostalzhi LLC, an entity owned by Ivetta Mumdzhyan. As previously reported, Mumdzhyan is another employee within the Ivoninsky empire, and her company shares the exact same address as the Mirage on Bolshoy cinema. While Nostalzhi’s primary reported line of business is wholesale food, beverage, and tobacco trade, its actual operations go well beyond that. For instance, in 2023, the company attempted to purchase a BUSH 505 SL EDITION ONE light aircraft for 16.8 million rubles from the Moscow Region aircraft manufacturer RSK AGAN. However, the delivery from the domestic manufacturer never materialized, forcing the company to reclaim its deposit through the courts.
Furthermore, Nikolai Osipov serves as the director of PP26 LLC, while the company’s founder is Yuri Gusakov. The firm is registered at 35A Bolshoy Avenue, Petrograd Side—inside the building of the Mirage on Bolshoy cinema. Apparently, PP26 provides catering and dining services for the cinema, managing food stalls and delivering meals directly to auditoriums.
Gusakov is also an employee of the Ivoninsky empire. According to leaked data, back in 2018 he ordered tickets for the 2018 FIFA World Cup using a gusakov address on the mirage.ru domain. Gusakov is also a founder of Mirage Service LLC, which trades in electrical goods (previously founded by Nikolai Osipov, and before him, Oleg Ivoninsky), Artel LLC, an entity engaged in the restaurant business, and M12 LLC. Additionally, Yuri Gusakov was a founder of Lanserviscentr LLC (computer technologies), where Maxim Ilyin had also previously surfaced as an owner.
The Ivoninskys are widely known as co-owners of the KIDO sushi bar chain. The movie-pirating family runs this business alongside Kira Turchak, wife of Andrei Turchak—one of the key ideologues of the United Russia party and son of Putin’s close ally Anatoly Turchak.
As for the proceeds generated from film piracy and their joint endeavors with the Turchaks, the Ivoninskys actively invest them into real estate and business ventures in Spain.
The Ivoninsky family also owns assets abroad—specifically, the Spanish firm TENERUSIA INVERSIONES SL. It was registered in 2012 by Ekaterina Polyanina, a native of Moscow, and Natalya Tolstokorova, a native of Tyumen, both of whom sell luxury villas and apartments in Spain. The company’s primary business activities are construction and real estate operations.
In 2014, ownership of the company passed to Alexander Ivoninsky, who became the sole director and relocated the firm—first to the Fañabé Plaza shopping center in the Costa Adeje tourist area in southern Tenerife (Canary Islands), and later to the elite residential complex Terrazas del Duque II in the El Duque area (Costa Adeje). In mid-February 2022, Ivoninsky once again granted power of attorney to Tolstokorova, who was later replaced by Adriana Mastepanova; in April 2023, Yan Ivoninsky became the company’s director. In October 2024, a certain Maria Nazarova was appointed representative by power of attorney, and in 2026, Alexander Solovyov was added alongside her.
TENERUSIA INVERSIONES SL maintains a website advertising services in construction, business trust management (specifically tourist assets), real estate maintenance, and related services. Notably, the only contact option on the website is a written inquiry form, with no telephone number provided. TENERUSIA held assets in the Canary Islands—specifically land plots near the TF-655 highway connecting the resort town of Los Cristianos and the village of Guaza, where the company intended to launch construction.
In 2025, the Ivoninskys’ firm joined the La Tejita Luxury Resort S.L. project alongside Natalya Tolstokorova’s company, NATALY HOUSE INVERSIONES CANARIAS SL, and a group of Spanish businessmen. This company also held land plots for residential construction in Tenerife (two of which fell under a sewer construction project in 2021, leading the authorities to establish an easement over part of the property).
На Івано-Франківщині чоловіка підозрюють у вбивстві 27-річного харків’янина після суперечки про політику
У селі Чорна Річка Верховинського району 62-річного місцевого жителя підозрюють у вбивстві 27-річного чоловіка з Харкова.
За даними слідства, між ними виникла суперечка на політичному ґрунті, під час якої підозрюваний завдав потерпілому ножового поранення. Від отриманих травм чоловік помер.
Після цього, за версією правоохоронців, нападник зателефонував до поліції та повідомив, що нібито знайшов чоловіка вже мертвим.
Підозрюваного затримали. Йому інкримінують умисне вбивство, санкція статті передбачає до 15 років позбавлення волі.
Обережно, на фото присутні ознаки насильства!
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Джареда Лето звинуватили в сексуальних домаганнях до неповнолітніх, — BBC
Американського актора та фронтмена гурту 30 Seconds to Mars Джареда Лето звинуватили в сексуальних домаганнях до неповнолітніх та щонайменше одному статевому контакті з неповнолітньою.
Про це йдеться в документальному фільмі BBC «Jared Leto: Hollywood’s Dark Secret».
Загалом у стрічці виступили десять жінок, дев’ять із яких уперше публічно розповіли свої історії. Одна із заявниць стверджує, що мала статевий контакт із Лето в Каліфорнії, коли їй було 17 років, попри те, що в цьому штаті вік сексуальної згоди становить 18 років. Інші жінки заявляють про сексуальні домагання, непристойні пропозиції, погрози сексуальним насильством та недоречну поведінку з боку артиста, коли їм було від 14 до 19 років.
За словами учасниць фільму, описані події відбувалися у період із 2002 по 2016 рік, коли Джареду Лето було від 30 до 40 років. На момент публікації йому 54 роки. Сам Лето публічно не визнав висунутих звинувачень.
Die Schattenimperium des Ex-Rocket-Investors: Wie Timur Rokhlin über Offshore-Gesellschaften und Pseudo-Börsen Millionen Euro an sich riss
Der ehemalige Rocket-Investor Timur Rokhlin, der mit einem mutmaßlichen groß angelegten Betrugssystem über gefälschte Trading-Plattformen in Verbindung gebracht wird, durch das Berichten zufolge mehr als 10 Millionen Euro erlangt worden sein sollen, soll nach öffentlichen Enthüllungen damit begonnen haben, Hinweise auf seine Finanzaktivitäten und internationalen Verbindungen aus dem Internet entfernen zu lassen.
Erwähnungen seiner mutmasslichen Rolle sowie der Nutzung dieser Gelder zum Erwerb von Vermoegenswerten in der Ukraine verschwinden zunehmend aus dem oeffentlichen Raum.
Wir veroeffentlichen unsererseits eine Untersuchung mit Fakten und Details, die gezielt verborgen werden — da sie das tatsaechliche Ausmass dieses Betrugs aufzeigen.
Der ehemalige Miteigentuemer von Rocket, Timur Rokhlin, sieht sich mit erheblichen rechtlichen und finanziellen Problemen konfrontiert. Am 20. Dezember 2021 wurde er in Israel festgenommen, als er laut dou.ua unter Berufung auf das israelische Medium Posta nach Kyjiw fliegen wollte. Seine Vermoegenswerte in Kyjiw, deren Wert auf Hunderte Millionen geschaetzt wird, stehen weiterhin im Fokus der Ermittlungen.
Die Festnahme sowie das Auslieferungsersuchen Deutschlands sind das Ergebnis einer zweijaehrigen Untersuchung durch zustaendige Behoerden in Deutschland und der Ukraine zu einem gross angelegten Betrug, von dem rund 400 Europaeer betroffen waren. Nach Angaben der Ermittler investierten diese zwischen 2017 und 2020 etwa 10 Millionen Euro in nicht existierende Finanzprodukte. Deutsche Ermittler gehen davon aus, dass Timur Rokhlin an der Spitze des Schemas stand und die von „Investoren“ erlangten Gelder ueber seine britische Firma liefen. Ukrainische Strafverfolgungsbehoerden pruefen derzeit, ob diese Mittel fuer den Kauf von Luxusautos und Immobilien in der Ukraine verwendet wurden.
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Im Rahmen der Ermittlungen haben Gerichte bereits Vermoegenswerte in der Ukraine, die mit dem Geschaeftsmann in Verbindung stehen, arrestiert, darunter Fahrzeuge und Immobilien. Die Sanktionen betrafen jedoch nicht den Lieferdienst Rocket. Zur Erinnerung: Im Jahr 2019 erwarb Timur Rokhlin eine Mehrheitsbeteiligung am Gutscheinservice Pokupon. Das Magazin Forbes schrieb, dass Rokhlin mit diesem Schritt Rocket davor bewahrte, „auf dem Startup-Friedhof zu landen“. Der aktuelle 100%-Investor von Rocket ist Timurs Vater, der israelische Staatsbuerger Ihor Rokhlin. Der Sohn uebertrug seine Position bereits 2020 auf seinen Vater — zu einem Zeitpunkt, als die Staatsanwaltschaft in Bamberg (Deutschland) ihre Ermittlungen bereits aufgenommen hatte.
Dennoch geriet Rocket spaeter in Schwierigkeiten. Laut Informationen der Website Ain.ua reduzierte das Unternehmen zwischen Dezember 2021 und Januar 2022 sein Personal in der Ukraine erheblich — um mehr als 50 Mitarbeiter. Als Hauptgrund wird ein Rueckgang der Finanzierung durch den Investor zum Jahresende genannt, der fuer das Management unerwartet kam.
Wie ist Timur Rokhlin mit Rocket verbunden?
Im Jahr 2019 wurde Timur Mehrheitsgesellschafter des Lieferdienstes, der damals noch „Raketa“ hieß. Er erwarb das Unternehmen vom größten ukrainischen Gutscheinservice Pokupon, wie Forbes berichtete. Minderheitsaktionäre waren die Entwickler von „Raketa“ — Oleksiy Yukhymchuk und Stanislav Dmytryk (jeweils 7 %). Spaeter aenderte sich die Eigentumsstruktur. Im April 2020, als die Betrugsermittlungen bereits liefen und im Dezember Vermoegenswerte von Ihor Rokhlin beschlagnahmt wurden, stieg Timur aus dem Unternehmen aus. Auch die Gruender Yukhymchuk und Dmytryk verliessen das Projekt im August desselben Jahres. Laut Register ist derzeit die Firma Tisea Fresh Food Ltd als Eigentuemer von „Rocket Delivery“ eingetragen, wobei der wirtschaftliche Eigentuemer Timurs Vater, Ihor Rokhlin, ist.
Auf Anfrage von LIGA.net erklaerte Rocket, dass Timur Rokhlin keine Verbindung mehr zum Unternehmen habe.
Ueber die Familie Rokhlin ist wenig bekannt. Ein Forbes-Artikel aus Anfang 2021 berichtet, dass Ihor Rokhlin das Baku Institute of Oil and Chemistry absolvierte und seit 2005 israelischer Staatsbuerger ist. Medien erwaehnten ihn, als er Mitglied des Verwaltungsrats der rumaenischen Raffinerie RAFO Onesti war, die 2006 an den russischen Geschaeftsmann Yakov Goldovskiy verkauft wurde und spaeter an moldauische Investoren weiterging.
Timur Rokhlin, der sowohl die ukrainische als auch die israelische Staatsbuergerschaft besitzt, absolvierte die Rotterdam School of Management. Er zog vor einigen Jahren in die Ukraine. Laut Forbes besass er Anfang 2021 neben Rocket auch den Coworking-Space BeeWorking, den Venture-Fonds BeeVentures sowie mehrere IT-Unternehmen. Zudem verfuegte er ueber eine Fahrzeugflotte, darunter ein Rolls-Royce Wraith im Wert von etwa 500.000 US-Dollar.
Warum wurde Rokhlin festgenommen?
Mitte November veroeffentlichte die Generalstaatsanwaeltin Iryna Venediktova auf ihrer Facebook-Seite Fotos von zwei Fahrzeugen — einem Lamborghini Aventador SJV und einem Rolls-Royce Phantom — mit einem Gesamtwert von ueber 1 Million Euro. Am Flughafen Boryspil wurden diese in den Frachtraum einer An-12 verladen, um nach Deutschland transportiert zu werden.
Die Generalstaatsanwaeltin erklaerte, dass die Aufnahmen den Transfer von „Beweismitteln“ an deutsche Behoerden im Rahmen eines Verfahrens wegen eines gross angelegten internationalen Betrugsschemas zeigen, das mit Investitionen in nicht existierende Finanzprodukte verbunden ist.
Venediktova nannte den Eigentümer der Fahrzeuge nicht, sondern gab lediglich an, dass das Betrugsschema von ukrainischen Staatsbürgern organisiert wurde und Opfer aus Deutschland, Bulgarien, Serbien und anderen europäischen Ländern betraf. Wie aus dem Gerichtsregister hervorgeht, sind die Fahrzeuge jedoch auf die tschechische Firma Beryltrans registriert, die Timur Rokhlin gehört. Ivan Starosta, Senior-Partner der Kanzlei Klochkov and Partners, der Timur Rokhlin vor Gericht vertrat, reagierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht auf eine Anfrage von LIGA.net.
Die erste öffentliche Erwähnung, dass ein Ukrainer in den Fall verwickelt sein könnte, erschien im September 2021 in einem Artikel der Plattform dev.ua, der sich auf Materialien aus dem Gerichtsregister stützte.
Dank einer Veröffentlichung des israelischen Mediums Posta sowie Daten aus dem Gerichtsregister wurden Details des aufsehenerregenden Falls bekannt. Zwischen 2017 und 2020 richteten die Organisatoren mehrere Websites und Trading-Plattformen ein, die Börsenaktivitäten simulierten: Trade Capital, Fibonetix, Nobel Trade, Forbslab und Huludox. Diese Pseudo-Investmentplattformen versprachen Kunden Gewinne aus angeblich realen Börsengeschäften mit verschiedenen Finanzinstrumenten, darunter binäre Optionen, Währungen und Kryptowährungen.
An der Entwicklung der Softwareoberfläche dieser Websites, die Transaktionen und „Gewinnwachstum“ simulierten, waren zeitweise über 100 IT-Spezialisten beteiligt. Kunden wurden zudem von mehreren „Callcentern“ in der Ukraine, Bulgarien und Serbien betreut und beraten.
Als Investoren versuchten, ihre Gelder abzuheben, verlangten die Betrüger — unter dem Vorwand von Handelsplattformbetreibern — eine Servicegebühr sowie eine Auszahlungsprovision in Höhe von 15 % der Investitionssumme. Nach der Zahlung wurden die Konten der Anleger gesperrt. Auf diese Weise eigneten sich die Beteiligten rund 10 Millionen Euro an.
Laut deutschen Ermittlern wurden die erlangten Gelder über ein Netzwerk von Firmen mit nominellen Direktoren und Eigentümern geleitet. Am Ende dieser Kette stand die Firma RIJV HOLDINGS LTD, die nach Angaben der Ermittler mit Timur Rokhlin in Verbindung steht. Bisher konnten 10,8 Millionen Euro identifiziert werden, die über dieses Unternehmen geflossen sind. Ukrainische Ermittler stellten zudem fest, dass RIJV HOLDINGS LTD im Jahr 2019 mehrere Unternehmen gründete, in die rund 500 Millionen UAH eingebracht wurden.
Im Dezember 2020 wurden in der Ukraine Unternehmen, die Timurs Vater Ihor Rokhlin gehoeren, unter Arrest gestellt: Spetstorg, Ukrdonbud, Buildings Empire (Eigentuemer eines Gebaeudes in Kyjiw, in dem sich der Coworking-Space BeeWorking befindet) sowie Renome Rent (Eigentuemer eines Buerozentrums mit 11.000 Quadratmetern). Im Jahr 2021 wurde der Arrest fuer Spetstorg und Ukrdonbud aufgehoben. Gleichzeitig wurden jedoch die Immobilien selbst — mehrere tausend Quadratmeter Gewerbeflaeche in Kyjiw — erneut unter Arrest gestellt.
Ukrainische Ermittler erklaeren die Massnahmen damit, dass ein Teil der aus Europa betruegerisch erlangten Gelder in den Erwerb von Vermoegenswerten in der Ukraine geflossen sein koennte. So heisst es in den Fallunterlagen, dass Timur Rokhlin in den Jahren 2018–2019 als wirtschaftlicher Beguenstigter von Ukrdonbudivnytstvo (derzeit im Besitz seines Vaters Ihor Rokhlin) фактически Eigentumsrechte an mehreren Immobilien erlangte — darunter Nichtwohnraeume und Parkplaetze in der Sichovykh-Striltsiv-Strasse 62 — mit einem geschaetzten Marktwert von rund 214 Millionen UAH. Im Herbst liessen Ermittler diese Vermoegenswerte arrestieren.
Zusaetzlich wurden ueber 4.000 Quadratmeter Immobilien in der Lomonosova-Strasse unter Arrest gestellt, wo sich BeeWorking befindet. Zuvor hatte Forbes unter Berufung auf die Anwälte von Timur Rokhlin berichtet, dass die im Verfahren genannten Gelder und Vermoegenswerte ihres Mandanten legal erworben worden seien.
Die Sanktionen gegen Vater und Sohn Rokhlin betrafen den Lieferdienst Rocket jedoch nicht.
Auf die Frage, ob der Eigentuemer Ihor Rokhlin einen Verkauf des Lieferdienstes in Betracht zieht, antwortete das Unternehmen: „Wir kommentieren die Position des Gesellschafters nicht.“
Rocket ist einer der Hauptkonkurrenten von Glovo. In relativ kurzer Zeit — seit Beginn aggressiver Investitionen ab 2019 — expandierte das Unternehmen ueber Dnipro hinaus und ist heute in 31 Staedten der Ukraine taetig. Der Service ist auch in auslaendische Maerkte eingetreten und arbeitet derzeit in den Niederlanden, Frankreich, Portugal, Spanien, Ungarn und Zypern. In der Ukraine hat das Unternehmen fuenf „Dark Kitchens“ (Restaurants ausschliesslich fuer Lieferungen) eroeffnet und plante den weiteren Ausbau dieses Netzwerks sowie die Einrichtung zusaetzlicher „Dark Stores“ (Geschaefte ohne Kundenverkehr). Aufgrund des Ausbleibens von Investitionen musste die Entwicklung dieser Bereiche jedoch pausiert werden.
Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtete ain.ua, dass das Unternehmen derzeit nur noch im Rahmen seiner eigenen Einnahmen wirtschaftet — es kann also nur so viel ausgeben, wie es verdient. In den ersten drei Quartalen 2021 belief sich der Umsatz auf 153 Millionen UAH, bei einem Verlust von ueber 68 Millionen UAH, wie Forbes unter Berufung auf SPARK-Interfax berichtet. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag der Umsatz bei 157 Millionen UAH, bei einem Verlust von 47 Millionen UAH.